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Medizinstudium: Ablauf und Dauer

Wer sich in den Kopf gesetzt hat, Medizin studieren zu wollen, sollte sich vorher über Dauer und Ablauf im Klaren sein. Durch die von anderen Studiengängen abweichende Unterteilung der Abschnitte kommt die Frage darüber, wie lange ein Medizinstudium dauert, immer wieder auf.

Struktur (Regelstudiengang)

Insgesamt lassen sich drei Studienabschnitte unterteilen:

1. – 4. Semester
Vorklinik → 1. Abschnitt der ärztlichen Prüfung (Physikum)

5. – 10. Semester
Klinik → 2. Abschnitt der ärztlichen Prüfung (Hammerexamen)

11. + 12. Semester
Praktisches Jahr → 3. Abschnitt der ärztlichen Prüfung

Dauer

Somit dauert ein Medizinstudium je nach Bundesland zwischen 12 und 13 Semestern bzw. 6 Jahre und 3 Monate. Darüber hinaus müssen während der verschiedenen Studienabschnitte verschiedene Praktika absolviert werden. Dazu gehört ein 3-monatiges Krankenpflegepraktikum im ersten und eine 4-monatige Famulatur im zweiten und somit klinischen Abschnitt des Studiums.

Mittlerweile hat sich an einigen Universitäten der Modellstudiengang durchgesetzt, welcher von der zuvor beschriebenen Struktur stark abweichen kann.

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Medizin studieren mit NC vs. ohne NC

Mit NC studieren

Die vermutlich besten Chancen einen Studienplatz zu ergattern erhält man über die Bewerbung mit dem Numerus Clausus, welcher auch in den letzten Jahren von 2017, über 2018 bis hin zu 2019 weiter gestiegen ist. Grund dafür ist das große Interesse am Medizinstudium mit verhältnismäßig wenig Kapazitäten der Universitäten in Deutschland.

Der benötigte Notendurchschnitt hing bisher wiederum vom jeweiligen Bundesland ab. Ebenso war die Teilnahme verschiedener Studierfähigkeitstests, wie z.B. die des HAM-Nat über die Abitornote zulassungsbeschränkt. Durch die Neuregelung der Zulassung wird dieser Test jedoch zukünftig für jeden Bewerber/in angeboten.

Ohne NC studieren

Es gibt allerdings auch Möglichkeiten ohne Numerus Clausus und sogar ohne Abitur Medizin zu studieren. Letzteres erfordert allerdings eine abgeschlossene Berufsausbildung in fachnahen Berufen, sowie mehrere Jahre Ausübung der Tätigkeit. Die wohl bekannteste Möglichkeit ohne NC zu studieren war bis 2020 noch die Wartezeit, welche allerdings durch die Zusätzliche Eigungsquote (ZEQ) ersetzt wurde. Darüber hinaus gibt es mehrere private Universitäten, die ein NC unabhängiges Verfahren anbieten, allerdings hohe Studiengebühren verlangen. Eine ähnliche Möglichkeit stellt das private Studium im Ausland wie z.B. in Ungarn, Riga und Polen dar.

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Kosten im Überblick

Kosten

Das Absolvieren des Medizinstudiums ist grundlegend wie auch bei anderen Studiengängen mit Kosten verbunden. Besonders häufig ist jedoch der Beginn des Studiums je nach Studienort mit einem Umzug assoziiert und erfordert deshalb neben den ganz unterschiedlichen Semestergebühren der Unis (z.B. knapp 100 Euro in Magdeburg und bis zu 400 in Berlin) auch zusätzliche Lebensunterhaltungskosten. Auch Lehrbücher mit dem aktuellsten Inhalt können unter Umständen einen zusätzlichen und nicht zu vernachlässigenden Kostenfaktor darstellen. Der Gesamtbetrag ist letztendlich von der Stadt, in welcher studiert wird abhängig und beträgt erfahrungsgemäß ohne Semestergebühren zwischen ca. 650 und 900 Euro monatlich.

Finanzierung

Um diese Ausgaben bewerkstelligen zu können finanzieren sich viele Studenten/innen über sogenannte HiWi Jobs direkt an der Universität. Hierbei sollte allerdings bedacht werden, dass der Umfang des Studiums zeitlich nicht immer das Ausüben eines Nebenjobs zulässt. Einige Studenten helfen sich deshalb über den Erwerb eines Stipendiums oder die Beantragung von Bafög-Geldern.

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Medizinertests 2019: Vorbereitung und Anmeldung

Sollte der NC nicht reichen, um über die Bestenquote einen Studienplatz zu erhalten, so gibt es für die Bewerbung für das Medizinstudium eine Reihe von Medizinertests, die in den letzten Jahren an Popularität gewonnen haben und auch 2019 wieder angeboten werden. Sie fallen in die Kategorie der “Auswahlverfahren der Hochschulen”.  Einige Tests verrechnen die erreichte Punktzahl des Aufnahmetests mit dem individuellen NC, komplett unabhängig davon, wie gut er ist. Andere Testergebnisse werden in eine Punktzahl umgerechnet, welche anschließend zu Punkten aus anderen Kategorien, wie z.B. Punkte für eine anerkannte Berufsausbildung,  addiert wird. Für die Testteilnahme ist eine Anreise zur jeweiligen Universität, welche diesen für das Medizinstudium anbietet, von Nöten.

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Medizinstudium bei der Bundeswehr

Das Medizinstudium bei der Bundeswehr ist für viele eine im Hinterkopf schwebende
Option, den Traum Arzt zu werden, real zu machen. Oftmals sind jedoch die
Voraussetzungen und Erwartungen, sowie Verpflichtungen aber auch mögliche
Perspektiven relativ unklar.

Tatsächlich wird der NC bei der Bundeswehr nicht so stark wie an anderen Unis gewichtet.
Trotzdem bedeutet ein Studium bei der Bundeswehr neben der Ausbildung der ärztlichen
Kompetenz (an einer zivilen Universität in Deutschland) auch den Start einer
Offizierslaufbahn und 17 Jahre lang Verpflichtung und eine damit verbundene wohnliche
Flexibilität.

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Wie läuft die Medizinstudium Bewerbung bei ab?

Der Erfolg, eine Zulassung für das Medizinstudium zu erhalten hängt maßgeblich von einer
systematischen und koordinierten Bewerbung ab. Grundsätzlich erfolgt der Großteil der
Bewerbungen an zivilen Universitäten in Deutschland über das online Bewerbungsportal
Hochschulstart (DoSV – Bewerbungsportal für das Dialogorientierte Serviceverfahren, sowie “AntOn-Antragsstellung online”). Auch dort erfolgt der Versand der
Zulassungs- und Ablehnungsbescheide.

Auf folgendes ist besonders Wert zu legen:

  • Fristen beachten
    • Die Bewerbungsfrist für Neu- und Alt-Abiturienten ist unterschiedlich
    • Sommer- oder Wintersemester
  • Unterlagen vollständig einsenden
  • Die Anmeldung für den TMS und den HAM-Nat findet nicht über Hochschulstart statt, jedoch das Einreichen der Ergebnisse
  • Die Wartezeitquote wurde durch die Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ) ersetzt
    • Wartesemester werden ab dem Sommersemester 2022 nicht mehr berücksichtigt!

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Masterplan 2020

In den letzten Jahren hat sich die Frage bezüglich der Gültigkeit des Verfahrens für
bundesweit zulassungsbeschränkte Studiengänge, sprich der Zulassung der
Studienplätze für das Fach Humanmedizin verschärft. Grundlage ist der angebliche
Verstoß der stark Abiturnoten-abhängigen Studienplatzvergabe mit dem
Gleichheitsgrundsatz nach dem Grundgesetz Artikel 12. Tatsächlich hat das
Bundesverfassungsgericht ein neues Urteil erhoben, welches die Wartezeitquote durch die Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ) ersetzt und das Verfahren der Abiturbestenquote optimieren soll.

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Medizinstudium im Ausland

Das Medizinstudium im Ausland ist häufig für Abiturienten deren NC nicht für eine Direktzulassung reicht, besonders interessant. Allerdings sollte man sich bevor man sich bei der jeweiligen Universität bewerben möchte gut über die Rahmenbedingungen informieren, denn diese können in verschiedenen Ländern der EU große Unterschiede aufweisen.

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Alternativen zum Medizinstudium

Die Ausbildung zum Arzt ist nur eine von vielen Möglichkeiten Menschen gesundheitlich zu helfen. Deshalb ist das Medizinstudium nicht immer der einzige Weg um berufliche Zufriedenheit zu erlangen. Es gibt zahlreiche Alternativen, die unter Umständen noch spezialisierter den eigenen persönlichen Stärken und Interessen angepasst sind.
Entscheidend ist dabei herauszufinden, welches Studium bzw. welche Berufsausbildung des Gesundheitssektors zu den persönlichen Interessen, Wünschen und Vorstellungen passt.

Mögliche Berufswege im gesundheitlich-medizinischen Sektor:

  • Gesundheits- und Krankenpfleger/in
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in
  • Physiotherpathie
  • Notfallsanitäter

Gesundheitswissenschaften / Ernährungswissenschaften

  • Psychologie
  • Medizintechnik
  • Berufe mit naturwissenschaftlich basierten Fächern