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Brexit: Was ändert sich für deutsche Medizinstudenten in Großbritannien?

Großbritannien ist schon immer ein beliebter Ort für das Auslandssemester deutscher Medizinstudenten/innen gewesen. Aber was ändert sich mit dem Brexit für deutsche Medizinstudenten/innen in Großbritannien? Werden die Studiengebühren steigen? Wird der ERASMUS-Austausch an den britischen Hochschulen weiter möglich sein?

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Viele deutsche Abiturienten/innen träumen von einem Medizinstudium an einer britischen Universität. Egal ob die University of Oxford, die University of Cambridge oder das University College London – die Universitäten in Großbritannien stehen bei den weltweiten Hochschulrankings ganz oben und genießen einen sehr guten Ruf. Außerdem sind sie in Sachen Studiengebühren sehr studentenfreundlich. Wer an den britischen Eliteunis studiert oder ein Austauschsemester absolviert, der kann bei zukünftigen Arbeitgebern/innen einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Aber was ändert sich mit dem Brexit für deutsche Medizinstudenten/innen in Großbritannien? Werden die Studiengebühren steigen? Wird der ERASMUS-Austausch an den britischen Hochschulen weiter möglich sein?

Auswirkungen des Brexits auf die Studiengebühren

Keine Panik: Auch in der Zukunft wird es für deutsche Abiturienten/innen möglich sein, in Großbritannien zu studieren! Allerdings sind die Folgen des Brexits auf die Höhe der Studiengebühren noch unklar. Sicher ist aber, dass alle Studierenden aus den EU-Mitgliedstaaten, die ihr Studium bis zum Wintersemester 2020/21 begonnen haben, dieselben Studiengebühren zahlen, wie ihre britischen Kommilitonen/innen. Dies gilt auch, wenn der Abschluss des Studiums erst nach dem Brexit erfolgt.

Auswirkungen des Brexits auf das Auslandssemester

Großbritannien ist schon immer ein beliebter Ort für das Auslandssemester deutscher Medizinstudenten/innen gewesen. Bis Ende des Jahres 2020 wird das Land auch weiterhin an allen EU-Programmen z. B. ERASMUS+ teilnehmen. Mit dem Brexit könnte dann allerdings das Ende der ERASMUS-Programme bevorstehen. Noch ist unklar, ob Großbritannien weiterhin Interesse an diesem Austausch haben wird.

Wenn du zukünftig deine Famulatur oder ein Austauschsemester im Großbritannien machen möchtest, dann solltest du gemeinsam mit deiner Universität nach anderen Förderungsmöglichkeiten (diverse Stipendien, Partnerhochschulen, etc.) suchen. Trotz des Brexits sollten deine Studienleistungen aber weiterhin von den britischen Universitäten anerkannt werden.

Da EU-Bürger vermutlich ein Visum für den Aufenthalt in Großbritannien (länger als 90 Tage) brauchen, solltest du schon früh damit anfangen, deinen Aufenthalt zu planen. Beachte dabei, dass die europäische Krankenversicherung nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU nicht mehr gültig ist und du eine Reiseversicherung für Länder außerhalb EU benötigst.

Nach dem Studium

Der Brexit hindert dich nicht daran, nach dem Medizinstudium in Großbritannien zu arbeiten. Wenn du die Ansprüche deines/r zukünftigen Arbeitgebers/in und die Voraussetzungen für ein Arbeitsvisum erfüllst, dann sollte deiner Karriere nichts mehr im Weg stehen. Es ist allerdings möglich, dass sich die Zulassungsbedingungen etwas verändern, z. B. durch zusätzliche Sprachtests. Außerdem können noch keine Aussagen darüber getroffen werden, ob die deutschen Abschlüsse weiterhin selbstverständlich anerkannt werden.