Medizinstudium in Österreich

Was muss ich bei der Bewerbung an einer österreichischen Universität beachten? Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten in Österreich? Wird der österreichische Abschluss in Deutschland anerkannt? Hier findest du alles zum Thema Medizinstudium in Österreich. Wir beantworten in diesem Beitrag all deine Frage. Solltest du mehr Informationen zu einer bestimmten österreichischen Universität haben wollen, dann kannst du dir auch die folgenden Beiträge anschauen:

Leben in Österreich

Wer in Österreich studiert, der muss keine neue Sprache lernen. Sowohl die alltägliche Sprache als auch die Unterrichtssprache ist Deutsch. Für Studierende, die zwar im Ausland, aber nicht auf Englisch studieren wollen, ist Österreich eine hervorragende Lösung. Außerdem weißt du als deutsche/r Student/in, was dich in Österreich erwartet. Der Alltag unterscheidet sich kaum von dem in Deutschland.

Die Hauptstadt Österreichs ist Wien. Sie ist eine der schönsten Metropolen Europas und auch bei Touristen sehr beliebt. Die Stadt hat unzählige kulturelle Angebote zu bieten. Seit 1995 ist das Land außerdem Mitglied der Europäischen Union.

Der Großteil Österreichs ist relativ gebirgig und durch die Alpen geprägt. Daher leben hier auch die unterschiedlichsten Tiere wie z. B. Murmeltiere, Gämse oder Steinböcke. Außerdem fließt die Donau durch Österreich. Je nachdem wo du studierst, kannst du deine vorlesungsfreie Zeit am Ufer der Donau verbringen.

Bewerbung: Medizin in Österreich

In Österreich erfolgt die Zulassung zum Medizinstudium ausschließlich über den MedAT. Der MedAT ist ein Aufnahmetest, den alle angehende Medizinstudierenden in Österreich absolvieren müssen. Dieser Test findet einmal im Jahr Anfang Juli statt. Die Anmeldefrist geht meist bis Ende März. Mehr Infos zu den aktuellsten Fristen findest du auf medizinstudieren.at. Wer am MedAT teilnehmen möchte, der muss eine Testgebühr von rund 110€ bis zum Ende der Anmeldefrist überwiesen haben.

Ein absoluter Vorteil des MedAT: Du kannst den Test beliebig oft wiederholen, wenn du durchgefallen bist oder mit dem Ergebnis unzufrieden. Das Testergebnis gilt allerdings ausschließlich für den Studienort, an dem du den MedAT abgelegt hast. Mehr Infos über den MedAT findest du in unserem Artikel 3 Medizinertests im Überblick: TMS, HAM-Nat und MedAT.

Anhand der Ergebnisse des MedAT werden die Studienplätze folgendermaßen vergeben:

  • 75% an Österreicher (Österreich-Quote)
  • 20% an EU-Bürger
  • 5% an Nicht-EU-Bürger

Kosten für das Medizinstudium in Österreich

Österreich ist eines der wenigen Länder, welches keine Studiengebühren für das Medizinstudium erhebt. Erst nach Überschreitung der Regelstudienzeit um mindestens zwei Semester verlangen viele Universitäten einen Studienbeitrag von ihren Studierenden. Generell müssen die Studierenden aber den ÖH-Beitrag in Höhe von 20,20€ zahlen. ÖH ist die Abkürzung der Österreichischen HochschülerInnenschaft, bei der alle Studierenden Österreichs automatisch Mitglied sind. Die HochschülerInnenschaft ist die gesetzliche Vertretung aller Studierenden gegenüber den zuständigen österreichischen Ministerien. Mehr Infos zur Organisation und ihren Aufgaben findest du auf www.oeh.ac.at. .

Die Lebenshaltungskosten in Österreich sind höher als in Deutschland. Monatlich solltest du mit 800€ bis 900€ im Monat rechnen. Darin sind Ausgaben für die Miete, die Verpflegung und die Freizeitgestaltung enthalten. Die Lebenshaltungskosten setzen sich folgendermaßen zusammen:

  • Kosten für Wohnraum: ca. 300€
  • Kosten für Lebensmittel: ca. 250€
  • Kosten für Kultur und Unterhaltung: ca. 250€

Anerkennung des Medizinstudiums

Aufgrund des Bologna-Prozesses werden die Abschlüsse der österreichischen Universitäten ohne Probleme in Deutschland anerkannt.