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Die Geschichte der Université de Bordeaux geht bis in das Jahr 1441 zurück. Nach phasenweisen Auflösungen und Umstrukturierungen besteht sie seit 2014 in ihrer heutigen Form. Heute hat die Universität über 52.000 Studierende und 6.100 Mitarbeiter. Das Spektrum der verschiedenen Studiengänge ist sehr breit, es gibt die Bereiche Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft, Wirtschaft und Management, Gesundheitswissenschaften, Humanwissenschaften, Naturwissenschaften und Technik. Das Medizinstudium gehört zu den Gesundheitswissenschaften und ist an das sogenannte Collège Santé angegliedert. Der Hauptcampus der medizinischen Fakultät befindet sich auf dem Campus Carreire direkt in Bordeaux in der Nähe zu einer der größten Universitätskliniken Frankreichs, dem Centre Hospitalier Universitaire (CHU) de Bordeaux.
Das Medizinstudium in Frankreich ist generell komplett anders aufgebaut als in Deutschland. Man kann nicht direkt mit dem klassischen Medizinstudium beginnen, sondern muss über das sogenannte „PASS“ oder „L.AS“ dazu Zugang bekommen. Man beginnt quasi ein anderes Bachelorstudium und wechselt nach frühestens einem Jahr in den Medizinstudiengang. Im PASS studiert man einen „Health Major“ mit einer Nebenfachrichtung außerhalb des Gesundheitsbereichs und kann sich nach einem Jahr mit einer Auswahlprüfung auf den Medizinstudiengang bewerben. Im L.AS wird das Studium mit einem Hauptstudienfach außerhalb des Gesundheitssektors begonnen, man belegt aber zusätzliche Gesundheitsmodule (etwa 10 ECTS pro Jahr) und kann sich anschließend ebenfalls basierend auf den akademischen Leistungen und einer Aufnahmeprüfung auf den Medizinstudiengang bewerben. Bordeaux hat eine große Auswahl an PASS-Nebenfächern sowie LAS-Studienfächern, unter anderem in den Bereichen Naturwissenschaften, Rechtswissenschaften, Psychologie oder Sportwissenschaften. In Bordeaux gibt es etwa 1300 PASS-Studierende.
Das eigentliche Medizinstudium wird aufgeteilt in das sogenannte „DFGSM“ (Diplôme de Formation Générale en Sciences Médicales), „DFASM“ (Diplôme de Formation Approfondie en Sciences Médicales) und „Internat“ (Facharztausbildung). Das DFGSM geht vom 2.-4- Jahr und ist das Grundstudium, es entspricht etwa dem vorklinischen Abschnitt in Deutschland. Der Fokus liegt auf den theoretischen Grundlagen und ersten klinischen Praktika. Das DFASM geht vom 5.-7. Jahr, hier gibt es intensivere klinische Abschnitte in verschiedenen Fachbereichen und man wählt einen bevorzugten medizinischen Fachbereich. Am Ende des 6. oder 7. Studienjahrs folgt außerdem ein nationaler Auswahltest, der sogenannte ECNI (Examen Classant National Informatisé), welcher je nach Platzierung über die Wahl der Fachrichtung sowie den Ort der Facharztweiterbildung entscheidet. Das „Internat“ bzw. die Facharztausbildung geht 3-7 Jahre, abhängig von der ausgewählten Fachrichtung. Nach der Abschlussarbeit schließt man mit dem Diplôme d’État de Docteur en Médecine, dem staatlichen Doktortitel, die Ausbildung ab.
Wie erwähnt bewirbt man sich nicht auf das Medizinstudium direkt, sondern auf PASS-oder L.AS-Studiengänge, worüber ein späterer Zugang bzw. eine Bewerbung auf das eigentliche Medizinstudium ermöglicht wird. Diese Auswahl erfolgt auf Basis von den Studienleistungen und Aufnahmeprüfungen. Gute Französischkenntnisse werden vorausgesetzt und müssen nachgewiesen werden. Die Bewerbung für PASS/L.AS läuft für französische Bewerber sowie EU-Bürger über Parcoursup, nicht über die Universität selbst.
Bordeaux liegt im Südwesten Frankreichs, etwa 50 Kilometer vom Atlantik entfernt, und hat rund 260.000 Einwohner. Das macht sie zur neuntgrößten Stadt Frankreichs. Weltweit bekannt ist die Hauptstadt der Region Nouvelle-Aquitaine für ihr Weinbaugebiet. In Frankreich gilt sie zudem als eine der lebenswertesten Städte des Landes, und das nicht nur durch die Meeresnähe und das angenehme Klima. Durch die über 54.000 Studierenden ist Bordeaux eine recht junge und lebendige Stadt und es gibt immer etwas zu unternehmen. Gerade die Universität selbst bemüht sich um ein gut ausgebautes Programm außerhalb der akademischen Lehre. Es gibt jede Woche verschiedene Projekte und Workshops, beispielsweise in den Bereichen Theater, Gebärdensprache, Zeichnen, Singen oder sogar Zirkusaktivitäten. Zudem gibt es das ganze Jahr über verschiedene Festivals. Etwa 17.000 Studierende nehmen außerdem regelmäßig an mindestens einem der 40 verschiedenen sportlichen Aktivitäten teil. Leistungssportler werden zusätzlich unterstützt, aktuell sind das etwa 430 Studierende.
Die Lebenshaltungskosten liegen im französischen Durchschnitt. Sie sind dadurch deutlich niedriger als beispielsweise in Paris, aber dennoch nicht zu unterschätzen. Abhängig von Lebensstil und Freizeitverhalten sollten mit 800-1000€ gerechnet werden. Private Wohnungen sind teurer als die in Studentenwohnheimen, für beide Optionen bietet die Universität Unterstützung bei der Suche an. Viele Studierende beantragen zudem APL, eine staatliche Wohngeldunterstützung. Ist man auf der Suche nach günstigen Essensmöglichkeiten, findet man in den Mensen der Universität ein komplettes Menü für 3,30€.
Das Medizinstudium in Bordeaux wird europaweit anerkannt.
Du möchtest in Bordeaux Medizin studieren? Mit mehr als 10 Jahren Erfahrung ist StudiMed ein Experte rund um das Thema Medizinstudium im Ausland. Das Kölner Unternehmen hat bereits über 2.000 Abiturienten/innen bei der Verwirklichung ihres Traums vom Medizinstudium geholfen. Das Team von StudiMed begleitet dabei seine Kunden auf dem gesamten Weg ihres Studiums von der Einschreibung bis zur Approbation: Bei der Wahl der passenden Universität, über das Zulassungsverfahren, kostenlosen Kursen und etwaige erforderliche Lernangebote für Aufnahmetests und Studium, bis zur Organisation des Lebens vor Ort. Den neuen Studenten/innen steht vor Ort ein fester StudiMed-Ansprechpartner zur Seite, der sie bei der Wohnungssuche und Behördengänge in der Landessprache unterstützt.